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Freitag, 2. Oktober 2015

Große Rumänienrundreise – IV. Aus der Bucovina nach Transsilvanien -

In der Umgebung von Târgu Neamţ stehen viele Klöster. Zwei davon wollen wir heute noch besuchen. Das Mănăstirea Agapia (Kloster der göttlichen Liebe) wird von 400 Nonnen bewohnt und ist eines der größten in Rumänien. Bereits auf der Landstraße dorthin sehen wir, dass die Nonnen selber ihre Kühe auf die Weide treiben.
Der Blumenschmuck innerhalb der Anlage ist einfach umwerfend.
Laut Reiseführer soll das Kloster eine besondere Ruhe ausstrahlen. Mit Ruhe ist heute nichts, denn es ist Sonntag und die Kirche von 1642 – 1644 ist bis auf den letzten Platz mit Gläubigen gefüllt. Wir kommen nicht einmal weit genug hinein, um die berühmten Innenfresken von Nicolae Grigorescu (einer der wichtigsten rumänischen Maler) gebührend zu bewundern.
Selbst die Novizinnen müssen vor der Tür am Gottesdienst teilnehmen.
Vorbei an der Biserica Sfântul Joan Iacob, mit strahlenden Außenfresken (kein Welterbe da neueren Datums)

erreichen wir das älteste Kloster der Moldau, das Mănăstirea Neamţ. Bereits
vor dem Eingang in den Klosterhof fällt ein Gebäude in Form einer orthodoxen Bischofsmitra ins Auge. Ganz banal enthält es den bei allen Klöstern unvermeidlichen Souvenirshop.
Durch den Glockenturm betreten wir die Klosteranlage. Auch hier ist die Biserica Înălţare Domnului (Himmelfahrtskirche), die von Außen mit farbig glasierter Keramik geschmückt ist, übervoll und so müssen wir uns wieder einmal mit einem Rundgang auf dem Gelände begnügen.
In der Georgs-Kapelle steht die als wundertätig verehrte Icoana Maicii Domnului cu trei mâini (Mutter Gotts mit drei Händen).
Wir suchen unterhalb der Friedhofskapelle das Beinhaus. Als wir es endlich finden ist es verschlossen. Enttäuscht wollen wir schon wieder gehen, da treffen wir in all dem Gewühl auf Pater Antonie. Der spricht ausgezeichnet Deutsch, denn er hat eine ganze Weile in Bonn-Beuel gelebt. Da haben wir erst einmal Gesprächsstoff. Er kennt den Pater, der die Schlüssel verwaltet und lässt ihn durch einen Mitarbeiter bitten, uns das Beinhaus aufzuschließen (Er selber hat jetzt anderweitige Verpflichtungen, er muss den Souvenirshop öffnen). So streifen wir  durch das etwas unheimliche Gemäuer.
Hier liegen die Gebeine und Schädel von 500 Mönchen.
Nun ist die Messe auch zu Ende und wir können doch noch einen Blick ins Kircheninnere werfen (wie immer ohne Fotoerlaubnis).
Eigentlich stehen für heute noch zwei weitere Klöster auf dem Programm. Jedoch ist das waldreiche Tal des Flüsschens Seco zum einen außerordentlich beliebt bei den Sonntagsausflüglern und auf jedem freien Plätzchen auf den Wiesen am Wegesrand brennen Grillfeuer, umlagert von Großfamilien. Zum anderen strömen die Gläubigen nur so in die Klosterkirchen. Die Straße, eh schon sehr schmal, ist beidseitig zugeparkt und irgendwann stecken wir fest. Da hilft nur noch rückwärts setzen und dann ein haarsträubendes Wendemanöver auf engstem Raum. Entnervt geben wir auf für heute und machen es wie die Rumänen, einen Parkplatz suchen und die mittlerweile wieder 35° heiße Sonne genießen. Vielleicht können wir noch Bären sehen, davon soll es hier nämlich viele geben und so wie hier die Grillgerüche durch die Luft wabern und dann ungeniert der Müll weg geworfen wird, sollte das sogar ganz gut möglich sein.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit packen die Leute ihre Siebensachen ein und fahren nach Hause. Es geht jetzt auf der Straße zu wie auf einer Autobahn. Ein Hirte führt seine Kuh Herde heim in die sichere Umzäunung, begleitet von einem auf Bären abgerichteten Hund. Das Tier ist fast so groß wie die Kühe und wirkt auf mich schon sehr respekteinflößend (Ob der Bär das auch so findet?).
Die Nacht war sehr ruhig und Bären haben nicht an die Tür geklopft. Allerdings sehen die vermeintlich stabilen Mülleimer auf der ganzen Strecke recht gerupft aus und zerrissene Mülltüten sind bis an die Waldgrenze verteilt, ein sicheres Indiz dafür das sie hier nach Futter gesucht haben. Wer wollte es ihnen auch verdenken bei dem Resteangebot der gestrigen Grillorgien. Heute gehört uns die Straße alleine und auch am Mănăstirea Sihăstria (Kloster Sihăstria), wo für uns gestern kein Durchkommen mehr war, haben wir Platz in Hülle und Fülle. In Zukunft werden wir also Sonntags die Klöster meiden. Kein Mensch weit und breit und die Kirche ist auch noch geschlossen. Macht aber nichts, wir können mittlerweile eh die eine nicht mehr von der anderen unterscheiden.
Wieder beeindruckt uns der überquellende Blumenschmuck des Mönchsklosters,
Das Mănăstirea Secu um 1500 von Einsiedlern gegründet hat eine weiße Kirche im klassisch-moldauischen Stil, die 1988 restauriert wurde.
Genug der Klöster! Auf mehr oder weniger schlechten Straßen sind wir am Petru Vodă-Pass wieder auf 900 m Höhe angelangt. Die einfachen Dörfer am Wegesrand verfügen offensichtlich über keine Wasserleitungen, denn wir sehen die Leute mit Eimern Wasser aus den Brunnen schöpfen. Laut Pater Antonie war es im Juli und August sehr heiß, mit vielen Tagen über 45° und es hat seit Wochen nicht geregnet. So ist der Fluss Bistriţa nur noch ein Rinnsal. Im Bett des Stausees wächst schon Gras.
Auch dem Lascul Izvorul Muntelui (Stausee), der das größte Wasserkraftwerk des Landes speist, fehlen gute 15 m am normalen Wasserstand.
Die Straße wird immer abenteuerlicher und so kommen wir nur noch langsam voran.
Unterhalb der 200m hohen Staumauer gibt es eine Pension und dort dürfen auch WoMo´s stehen. Wir bewundern den Mut der Besitzer und fahren lieber weiter.
In dem Bergstädtchen Bicaz, welches am Fuße des Ceahlău-Massives liegt wird das gesamte Stadtbild von der Ruine des ehemaligen Zementwerkes aus kommunistischer Zeit regelrecht verschandelt. Überhaupt haben wir schon eine Menge solcher Industrie-Ruinen gesehen, seit wir in Rumänien unterwegs sind, doch diese ist besonders scheußlich. Ein Ort weiter gibt es ein neues Zementwerk, an dem wir das Firmenloge einer bekannten deutschen Firma sehen. Nur wegen der wirklich beeindruckenden Landschaft lohnt sich der Weg hierher, denn kurz danach sind wir auf der schönsten Bergstraße Rumäniens unterwegs und fahren auf 6 Kilometern durch die enge Cheile Bicazului (Bizac-Klamm), deren steile Felswände 150 – 300 m in die Höhe ragen. Da das Wochenende vorüber ist, gibt es kaum Verkehr und wir kommen trotz einiger sehr engen Passagen gut hindurch.

Im übrigen sind wir jetzt wieder in Transsilvanien. Der sagenumwobene Lacul Roşu (roter See) ist heute kein bisschen rot. Die seit einem Erdrutsch im See verschütteten Bäume lugen immer noch recht gespenstig aus der Wasseroberfläche heraus.
Durch dichte Wälder winden wir uns hoch zum Pângărabi Pass bis auf 1.256 m Höhe, nur um gleich darauf wieder steil bergab zu rollen. Kurz vor Gheorgheni finden wir auf dem netten Campingplatz Pension Varalja für heute Ruhe von dem Lärm der Rüttelpisten und auch die Temperatur ist auf erträgliche 25° gesunken. Am Morgen dürfen wir hier kein Wasser tanken, der Brunnen hat nur noch 10 Zentimeter Wasserstand und alle warten sehnlichst auf Regen. In Praid könnten wir noch einmal eine Salz Mine besichtigen, doch wir finden das einmal reicht. In den Ortschaften wohnen viele Székler, eine mit den Ungarn verwandte Volksgruppe und so sind die Orts- und Hinweisschilder jetzt wieder Zweisprachig, was ein wenig verwirrend für uns ist. Im Dorf Corund machen wir einen längeren Halt. Hier werden überall Korbwaren, Vogelhäuschen, sowie allerlei Gegenstände die aus Holz gefertigt sind angeboten. Das dauert eine Weile bis alles gesichtet ist und das eine und andere Teil landet im WoMo.
Sehr zu unserer Freude verkauft eine junge Roma am Ortsausgang Pilze. Steinpilze und die besonders leckeren Schirmpilze werden so in den nächsten Tagen unseren Speisezettel bereichern.
Immer wieder sehen wir die besonders schön geschnitzten und verzierten Holztore der Székler.
In Miercurea Ciue (Szeklerburg) finden wir eine Parkmöglichkeit in einer Nebenstraße und suchen das Restaurant Gambrinus. Das hier ungarisch gekocht wird ist für jedermann schon am Eingang zu erkennen.
Wir lassen uns Gulaschsuppe und Krautwickel schmecken, denn wir sind heute zu faul zum Kochen.
Hinter Băile Tusnad wird die Straße bis zum Naturschutzgebiet Lacul Sf. Ana extrem schlecht. Es rappelt und klappert im WoMo und wir denken jeden Augenblick kommen uns unsere Schränke entgegen. Doch das nehmen wir gerne in Kauf, denn für hier ist uns garantiert Bärenbegegnung versprochen. Die Ranger weisen uns einen Platz ohne jegliche Infrastruktur zu, auf dem wir über Nacht bleiben dürfen. Außer uns ist nur noch ein Paar aus Bukarest mit einem kleinen Zelt da. Die machen dann am Abend ein riesiges Feuer. Es wird schon sehr früh dunkel und bereits um 20.30 Uhr können wir draußen so gut wie nichts mehr erkennen. Ein wenig enttäuscht gehen wir schlafen, dass wird hier nichts mit den Bären, zu früh keine Sicht mehr und Feuer bis 5.00 Uhr morgens. Da lässt sich doch kein Bär blicken. Als wir am morgen aus dem Fenster schauen, staunen wir nicht schlecht. Alle Mülleimer sind durchwühlt, auch der, der gerade mal 10 Meter von uns entfernt steht. Sind wir blöd, die Bären waren da und wir haben sie verschlafen.
Heute bleiben wir hier. Vielleicht gibt es diesmal kein Feuer und wir werden wachen, wenn es sein muss bis zum Morgengrauen. Auf unserem Spaziergang zum Lacul Sf. Ana stolpern wir fast über einen Haufen Bärenlosung. Was muss das für ein mächtiges Tier sein?
Kurz darauf sehen wir einen Tatzen Abdruck im Schlamm.
Als wir dann auch noch die vielen Spuren durch die Himbeersträucher bemerken, wird es uns etwas mulmig. Wir lieben die Bären, aber bitte in gebührendem Abstand.
Der Lacul Sfânta Ana (Sankt Anna See) ist vulkanischen Ursprungs und im Durchschnitt 4,2 m tief. Im Sommer und dann besonders an den Wochenenden ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Im Moment sind wir eher alleine hier. Angeblich kommen die Bären erst gegen Abend zum See. Darauf verlassen wir uns lieber nicht. Die geplante Seeumrundung fällt wegen Feigheit aus und wir ziehen uns lieber ins sichere WoMo zurück.
Das Zelt ist immer noch da und die Ranger bringen Holz für das nächtliche Feuer. Also ziehen wir um, unten gibt es eine zweite Möglichkeit zum Campen und dort stehen wir alleine. Ab 19.00 Uhr liegen wir bei geöffnetem Fenster auf der Lauer. Nichts tut sich, wir sitzen im Dunklen und starren ins Dunkle. Um 20.30 Uhr ist es stockfinster, da plötzlich hören wir merkwürdige Geräusche. Bernd leuchtet mit unserer starken Taschenlampe in die Richtung und dann sehen wir in 5 Meter Entfernung eine Bärenmutter mit ihren zwei Jungen an den Mülleimern . Die Mutter knurrt und sofort verschwinden alle drei im Wald. Bernd kann gerade noch ein etwas unscharfes Foto von den Jungbären schießen und dann ist die Freude vorbei, weitere Bären bekommen wir nicht mehr zu Gesicht. Sollen wir noch eine weitere Nacht bleiben? Doch wir sind einfach zu spät im Jahr hier, es wird zu früh dunkel und der Karpatenbär ist nun mal sehr dunkelbraun gefärbt. Die ideale Tarnung in der Dämmerung. Wir werden also morgen weiter fahren.
Nach Natur folgt Kultur! Wieder elend schlechter Asphalt bis Tărgu Secuiese, dann weiter auf der gut ausgebauten DN 11 Richtung Braşov. In Prejmer (Tartlau) steht die wohl schönste Kirchenburg Siebenbürgens. Alleine schon die Ringmauer ( 14m hoch und 4,5 m breit) ist beeindruckend.
Durch einen 32 m langen Gang mit Fallgitter gelangt man ins Innere. Unterhalb des Wehrganges mit Schießscharten und Pechnasen befinden sich 272 Wohn- und Vorratsräume, die mit Holzstiegen untereinander verbunden sind. Im Falle eines Angriffs durch die Reiterheere der Türken und Tataren flüchteten die Dorfbewohner hierher. Damit man auch einer längeren Belagerung stand halten konnte, wurde eigens eine Schule eingerichtet.
Mittendrinn steht die weiße Heilig-Geist-Kirche mit einem Flügelaltar aus1450, der als der älteste in Siebenbürgen gilt. Die Burg diente auch als Filmkulisse für einige Szenen aus dem Film „Die Päpstin“.
Nur wenige Kilometer weiter in Hâman (Honigberg) befindet sich ein ähnlich schöne Ensemble. Hier gab es sogar extra Wohnungen für die wichtigsten Persönlichkeiten des Dorfes, was ansonsten nicht üblich war.
Die Kirchenbänke sind getrennt für Männer und Frauen. Bei den Frauen gibt es keine Rückenlehnen, angeblich damit die kostbaren Stickereien ihrer Gewänder nicht beschädigt wurden.
So langsam wird es Zeit für Braşov. Im dichtesten Berufsverkehr quälen wir uns durch die Großstadt, nur um dann vor der verschlossenen Tür des einzigen Campingplatzes des Ortes zu stehen. Das Gelände steht zum Verkauf. In der Stadt scheint uns freies Übernachten nicht angeraten und so müssen wir kurzfristig umplanen. Sehr weit soll es nicht mehr gehen, denn Braşov wollen wir auf jeden Fall noch besichtigen. In 35 Kilometer Entfernung bietet sich Zarneşti und der kleine Campingplatz Alpin Ranch an.
Wo wir aus unserem Fenster die schönste Aussicht auf die Făgăraş Berge haben.
Auch ansonsten entpuppt sich der Platz als gute Wahl. Es gibt eine Waschmaschine und da das Wetter jetzt immer durchwachsener wird, auch eine Remise unter deren Dach wir die wieder mal fällige Wäsche aufhängen können. Gleich am ersten Abend werden wir mit Palatschinken verwöhnt. Constantin, der freundliche und deutsch sprechende Besitzer fährt uns am Morgen zum einzigen Taxistand des Ortes. Kein Taxi ist weit und breit in Sicht. Schon nach kurzer Zeit kommt ein Privatmann und bietet uns an, uns für 50 Lei (11,40 €) die 35 Kilometer nach Braşov (Kronstadt) zu fahren. Da sagen wir nicht nein und nach 40 Minuten sind wir im Zentrum der sehenswerten Stadt angekommen. Wir schlendern durch die Stada Repoublicii, der herausgeputzten Fußgängerzone, mit all ihren teuren Boutiquen und Cafés. Nichts merken wir davon, dass das Einkommen der einfachen Bevölkerung bei 300,-- bis 400,-- € im Monat liegt und dass es viele gibt die noch weniger haben, denn der Mindestlohn beträgt gerade mal 150,-- €.
Die Biserica Neagră (schwarze Kirche) ist das Wahrzeichen der Stadt und die größte gotische Hallenkirche in Südosteuropa (89 m lang und 37 m breit). Mit ihrem Bau wurde 1383 begonnen und 1689 ist sie bei einem Stadtbrand zur brandgeschwärzten Ruine verfallen (daher ihr Name). Bis 1772 dauerte die Renovierung. Überall im Innenraum sehen wir wertvolle Teppiche. Es sollen 110 Stück sein.
Vor der Kirche steht das Denkmal des Johannes Honterus, dem Reformator, Humanist, Buchdrucker und Erneuerer des Schulwesens. Es zeigt auf das gegenüber stehende erste humanistische Gymnasium Südeuropas, dass von ihm 1541 gegründet wurde und bis heute deutschsprachig ist.
Wir schlendern zum Stadtteil Braşoului und der Biserica Sf. Nicolae (St. Nikolaus Kirche) mit ihrer Turmuhr, die ein Geschenk der Zarin Elisabeth ist.
Das Muzeul Primei Şcoli Româneşti (Museum der ersten rumänischen Schule) ist leider aus unerklärlichen Gründen geschlossen, obwohl es laut Anschlag am Eingang eigentlich hätte offen sein sollen.
Durch das Stadttor Poarta Ecsterina erreichen wir die südliche Altstadt
und die schön restaurierte Synagoge mit der Rotbraunen leuchtenden Fassade.

Der Innenraum strahlt in hellem Weiß und es sind erstaunlich viele Touristen hier. Wir können gerade mal zwischen zwei Gruppen hineinhuschen.
Jetzt noch zum Hausberg Tâmpa, an dessen Hang der große Schriftzug Braşov prangert. Mit einer windigen Seilbahn fahren wir nach oben und haben von der Aussichtsplattform einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Jetzt erst können wir die Größe der schwarzen Kirche richtig erfassen.
Es gibt eine Menge Bären in den dichten Karpatenwäldern rund um die Stadt und bisweilen lassen sie sich auch am Stadtrand blicken. 2008 wurde am Fuße des Tâmpaberges ein Mensch von ihnen zerfleischt. Danach hat man viele Bären in unzugänglichere Gebiete umgesiedelt. Daran müssen wir denken, als wir uns aufmachen den Berg zu Fuß hinunter zu gehen, denn die Seilbahn ist mir mal wieder nicht geheuer. Zu sehr bröselt der Beton im Eingangsbereich. Allerdings haben wir uns mit der Länge der Strecke kräftig verschätzt, außerdem ist der Pfad oft sehr schmal und felsig. So dauert es 45 Minuten bis wir endlich unten sind. Danach tun uns die Knie weh und wir humpeln zum Taxistand. Da die Kleinstadt Râşnov (Rosenau) praktisch auf unserem Rückweg liegt, lassen wir uns vom Taxifahrer dort absetzen. Von weitem sieht die Cetatea Rosenau richtig imposant aus.
Wir fahren mit der Standseilbahn hinauf und sind dann doch etwas enttäuscht, denn obwohl das Burggelände angeblich seit Jahren renoviert wird, ist es im Inneren doch mehr oder weniger eine Ruine. Allerdings für den schönen Blick auf die Stadt Râşnov und die Kirchenburganlage von Cristian hat sich die Fahrt hierher schon gelohnt. 
Im Zentrum von Râşnov sind alle Straßen aufgerissen und werden jetzt neu gepflastert. Das wird bestimmt ganz toll aussehen wenn es mal fertig ist. Wir müssen noch durch Matsch waten um zum Taxistand zu kommen.
Wir lassen uns nach Zărneşti zurück bringen und pflegen unsere Wehwehchen. Constantin bringt uns einen Topf mit heißer Hühnersuppe. Wir werden hier richtig verwöhnt. Morgen werden wir das Bärenreservat besuchen.





































































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